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07.04.11 Besuch von Gerhard und Renate Merkle in der Ukraine

“RENATE MERKLE STIFTUNG” REALISIERT NEUES PROJEKT IN TSCHERVONOGRAD

Halyna Panasjuk
Am Montag war die Familie Merkle in unserer Stadt zu Besuch. Diese Familie hat die karitative Stiftung “Renate Merkle Stiftung” gegründet. Seit mehreren Jahren leistet diese Stiftung Hilfe an sozialschwache Leute – Kinder, die Hypoplasie haben und allein lebende Senioren. Zwei Mal pro Woche bekommen diese Leute kostenlos Brot, aber auch Geschenke zum Heiligen Nikolaus, Weihnachten und Ostern. Zum ersten Mal in der Ukraine war das Mitglied des Kuratoriums, Herr Wolfgang Hauer.


Bei der Stadtverwaltung haben sich die Gäste mit dem Oberbürgermeister von Tschervonograd und mit dem Sozialbürgermeister, aber auch mit den Vertretern der Medien getroffen.

 



"Ich freue mich die Gäste, unsere Freunde in Tschervonograd zu begrüßen, - sagte der Oberbürgermeister Ihor Tschudijowytsch zur Familie Merkle. Vielen Dank für die langjährige Freundschaft, Zusammenarbeit und große Hilfe für die Menschen, die diese Hilfe und Unterstützung am meisten brauchen. Die karitativen Programme, die Frau Merkle initiiert hat, werden von der Stiftung durchgeführt."

Der Bürgermeister hat den Brief der Rentnerin, Frau Sofia Lutschanyk an die Familie Merkle mit folgenden Worten vorgelesen:

„Mein Herz ist gefüllt mit dem Gefühl des Respekts an Sie, Frau Renate und an Ihre Familie. Wir sind Ihnen sehr dankbar für die Unterstützung, die wir von Ihnen bekommen!“ So schrieb die Einwohnerin Tschervonograds. „Das meiste Geld von der Rente geht für die Medikamente drauf. Es reicht nicht mehr für die Lebensmittel! Darum sind die Lebensmittel von der Stiftung zu den Festen sehr notwendig. Möge Ihre Hilfe an Sie hundertfach zurückkommen.“

Renate Merkle war sehr beeindruckt von den Worten. Ihre Antwort auf diese Zeilen:

„Gut, dass wir in der Ukraine Freunde haben, Menschen, denen wir bei unseren Projekten vertrauen können. Sie sind immer zuverlässig,” sagte Frau Merkle. “Letztes Jahr habe ich während der Wirtschaftskrise zu Gott gebetet, dass wir unsere karitative Tätigkeit weiterführen können! Heute kann ich mit Sicherheit sagen: Die Gefahr ist vorbei! Und wir können im Jahre 2011 nicht nur die alten Projekte weiterführen, sondern auch ein neues Projekt starten, das Essen für die Waisenkinder”.



Dreißig Waisenkinder aus Tschervonograd bekommen täglich im Café “Jawir” kostenlos ein warmes Mittagessen. Am Schlimmsten ist es für Frau Merkle zu wissen, dass es Leute gibt, die sich nicht die nötigsten Lebensmittel kaufen können. Darum hat sie vor, solche Hilfe nicht nur zu den religiösen Festen zu leisten.

Der Oberbürgermeister von Tschervonograd hat an die Gäste aus Deutschland das Buch “Krystynopil” und die schönen Kunstwerke aus Glas und Metall der Künstlerin Iryna Lakatosch aus Tschervonograd übergeben.



An diesem Tag war die Familie Merkle auch in der Schule Nummer 8, wo im Rahmen der Projekte der Stiftung, das Projekt “Sprachschule” (oder besser: „Deutschkurs“) heißt, realisiert wird. Zwei Mal pro Woche lernen junge und ältere Schüler Deutsch (die gleichen Gruppen gibt es auch in Sosniwka). Die Kinder können sich bereits gut mit der Lehrerin Frau Halyna Mychaltschuk auf Deutsch unterhalten, sie möchten weiter Deutsch lernen und haben sich sehr gefreut, die Familie Merkle, die ihnen diesen Deutschkurs ermöglicht , persönlich kennen zu lernen.



Die Familie Merkle hat sich im Café “Jawir” auch mit den Waisenkindern getroffen. Es waren die Waisenkinder da, die gerade das Essen bekommen sollten (s. das Photo). Die Gäste wurden von der Mitarbeiterin der Stiftung in der Ukraine, Frau Halina Tomkiv und der Mitarbeiterin der Stiftung in Tschervonograd, Frau Maria Horoschko begleitet. Am Dienstag war die Delegation aus Deutschland dann in Sosniwka, wo ebenso aktiv viele Projekte der Stiftung laufen.