Bericht

02.02.10 Tschervona Ruta wird „Volkstanzensemble“

Zum Hintergrund: Seit zwei Jahren strebt Tscherwona Ruta danach, staatlich anerkannt zu werden. D.h. entweder den Namen "Musterensemble "Tscherwona Ruta" zu bekommen, oder noch höher "Ukrainisches Volksensemble Tscherwona Ruta". Endlich haben die ganzen Auszeichnungen, Wettbewerbe, Zahl der Kinder und nicht zuletzt die gute technische Ausstattung und Kostüme, die sie durch die Arbeit der Renate-Merkle-Stiftung bekommen haben, gereicht und am 02.02.2010 war die regionale Kommission in Sosnivka und hat die Probe besucht. Alles ging gut. Sie haben die Genehmigung, sich gleich um den Titel "Ukrainisches Volksensemble Tscherwona Ruta" zu bewerben (kommt selten vor, denn normalerweise muss man erst mal ein paar Jahre den Namen "Musterensemble "Tscherwona Ruta" tragen, bevor es höher geht.).

Der nächste Schritt war der 16. Februar 2010. Tscherwona Ruta musste ein 2-stündiges Konzert für die staatliche Kommission (5 Personen) geben. Wenn es gefiel, dann bekommen sie den Namen "Ukrainisches Volksensemble Tscherwona Ruta".

Außer Anerkennung wird dieser Name der Gruppe die Möglichkeit geben an mehreren staatlichen Wettbewerben und Festivals teilzunehmen, wo die ersten und zweiten Plätze nicht nur mit den Urkunden, sondern auch mit Geldpreisen ausgezeichnet werden. (allerdings wird es nicht mehr so leicht sein, die ersten Plätze zu belegen, weil an solchen Festivals dann nur Volksensembles teilnehmen dürfen).

Die Stadt Sosniwka würde dann das erste Volksensemble in ihrer Geschichte bekommen!

Und hier nun das erfreuliche Ergebnis, übermittelt per E-Mail von unserer Mitarbeiterin, Halina Tomkiv am 20. Februar 2010:

„Ich freue mich, euch berichten zu können, dass die Tänzer von TSCHERWONA RUTA gestern sehr gut getanzt haben und sie seit gestern Abend den Status "Volkstanzensemble Tscherwona Ruta" tragen!

Der größte Tanzwettbewerb in der Ukraine ist das "Festival Pawlo Wirskyj". Nur die besten dürfen an dem Festival überhaupt teilnehmen. Er findet auf der Bühne der Oper in Lemberg im Mai diesen Jahres statt. Die Kommission hat gestern gleich die Einladung zu diesem Wettbewerb ausgesprochen. Außerdem wurden sie zu einem internationalen Festival auf dem Krim-Insel (Feodosija) im Juni eingeladen.

Und noch etwas: Die "Hilfe zur Selbsthilfe" hat funktioniert: Dadurch, dass es im Volkshaus in Sosniwka jetzt eine Gruppe mit dem Volksstatus gibt, bekommen dort alle, von der Direktorin bis zu der Pförtnerin und Putzfrau eine staatliche Gehaltserhöhung. Nicht viel, aber alleine die Tatsache ist sehr schön. Das Volkshaus insgesamt wird jetzt also um eine Stufe höher eingeschätzt.