Warum Renate Merkle Stiftung in der Ukraine?

Renate und Gerhard Merkle entschieden sich 2002, die Renate Merkle Stiftung ins Leben zu rufen, um so gezielt wie möglich Hilfe vor Ort anbieten zu können. Zuvor hatten sie, u. a. mit dem DRK March zusammengearbeitet. Da die beiden als Unternehmer gewohnt sind, zu „unternehmen“, hat es nur Sinn gemacht, eine eigene Organisation aufzubauen, um die gewünschte Hilfe so unkompliziert und effektiv wie möglich zu leisten. Sie haben sich für die Form der Stiftung entschieden, da es so den Spendern möglich ist, die geleisteten Zahlungen steuermindernd geltend zu machen.

Diese Stiftung ist nicht entstanden, weil ein großes Vermögen zu verwalten war. Man hat sich mit dieser Stiftung auch kein Steuermodell geschaffen. Nein, diese Stiftung hat eine Einlage von 150.000 Euro und lebt von den laufend eingehenden Spenden. Die Stiftung finanziert sich nicht aus den Zinserträgen – sondern muss jede Woche, jeden Monat schauen, dass die benötigten Einnahmen in Form von Spenden kommen, um diese Projekte durchführen zu können.

Das Ehepaar Gerhard und Renate Merkle gründete am 01.04.1973 die AHP Merkle GmbH. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Hydraulikzylinder für den Weltmarkt. Nach der nur knapp überstandenen Krise Anfang der 1990er-Jahren entschied sich das Ehepaar, die Stiftung zu gründen. Um Menschen zu helfen. Menschen, die nicht so viel Glück hatten, wie sie selbst.

Gerhard Merkle ist am 13. Februar 2017 nach einem kurzen Krebsleiden viel zu früh verstorben. Renate Merkle führte die Stiftung bis zum 28.12.2022 unverändert fort. Seit dem 28.12. 2022 führen Sohn Christen als Vorsitzender und seine Ehefrau Katrin als stellvertretende Vorsitzende die Stiftung.


Warum Tschervonohrad und Sosnivka?

„Bei meinen zahlreichen Besuchen in der Ukraine konnte ich mich vor Ort von dieser großen Armut überzeugen. So machte ich die Probleme gerade der Kinder dort zu den meinen.“
- Renate Merkle -

Die noch immer junge ukrainische Nation sieht sich heute nach wie vor größten ökonomischen Herausforderungen gegenübergestellt. Besonders schwierig sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der westukrainischen Bergbauregion um die Städte Sosnivka (14.000 Einwohner) und Tschervonohrad (80.000 Einwohner). Schwerste Umweltschäden belasten die Gesundheit der Menschen dort. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen treten dramatische, fast epidemische Schädigungen im Bereich Zähne, Knochenbau und inneren Organen auf. Aber nicht nur diese Umweltschäden machen den Menschen zu schaffen. Es gibt eine fast unvorstellbare Altersarmut in der Ukraine. Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen um die Halbinsel Krim hat sich die wirtschaftliche Lage noch verschlimmert. Die alten Menschen könnten ohne die Unterstützung durch die Renate Merkle Stiftung fast nicht überleben.

 

 



Unser direkter Kontakt in der Ukraine - Halina Tomkiv

Seit dem 1. Januar 2004 betreut die Arbeit der Renate Merkle Stiftung in der Ukraine eine Mitarbeiterin aus der Ukraine, die Germanistik in Freiburg studiert hat und die als ständige Ansprechpartnerin die Arbeiten der Stiftung überwacht, die Gelder ausbezahlt und somit gewährleistet, dass die Gelder entsprechend der jeweiligen Bestimmung vor Ort ankommen.


Kontakt:

Renate Merkle Stiftung
Halina Tomkiv
UA - L‘viv, YKPAIHA

Telefon: +38 0673 145637       
E-Mail: tomkiv@ukr.net